Was tun?

Forderungen und Handlungsbedarf

1. Die massive Senkung des Ausstoßes aller Luftschadstoffe, also auch der Treibhausgase, um die Auswirkungen durch Luftverschmutzung und Klimawandel soweit als möglich zu begrenzen.

2. Der Schutz der biologischen Vielfalt muss sowohl auf der gesamten Fläche (integrativer Ansatz), als auch durch die Ausweisung neuer Schutzgebiete erfolgen, die von der Holznutzung und anderen Eingriffen verschont bleiben. Insgesamt sollen 10 Prozent des Waldes auf diese Weise geschützt werden. Die Zielgröße der Nationalen Biodiversitätsstrategie, zunächst 5 Prozent der gesamten Waldfläche zu schützen, muss von den Bundesländern unverzüglich umgesetzt werden. Neben der Schaffung neuer Schutzgebiete ist die - auch vertikale! - Vergrößerung bereits bestehender Schutzgebiete und insbesondere ihre Vernetzung wichtig.

3. Solche Wälder können auch als „Klima-Referenzflächen“ dienen und anzeigen, welche Baumarten und Waldtypen mit den klimabedingten Veränderungen am besten zurecht kommen und wie der Anpassungsprozess gegebenenfalls abläuft.

4. Absolutes Rodungsverbot für alle Bergwälder, sowie das Unterlassen von Erschließungsmaßnahmen wie Straßenbau und Wintersporteinrichtungen, die das Ökosystem Bergwald schädigen.

5. Die Schalenwildstände müssen auf ein waldverträgliches Maß reduziert werden. Alle standortheimischen Pflanzenarten (auch Sträucher und Kräuter!!) müssen ohne besondere Schutzmaßnahmen aufwachsen können.

6. Umbau von Monokulturen in möglichst naturnahe, strukturreiche Mischbestände. Dabei vor allem Vorrang von Naturverjüngung vor Pflanzungen.